Mit wem würdest du dein letztes Brot teilen? Wofür durchwachst du eine Nacht? Wo wohnt die Hoffnung? Wer ist ihr Nachbar? Was weiß der Morgen besser als der Abend? Wann siehst du rot? Und Morgenrot? Welche Worte verwandeln dich?
Stell dir vor: Du hast Hunger. Es gibt Brot und Fisch, wer keinen Fisch isst, bekommt Hummus, der hat auch viel Protein, aber was wirklich satt macht, sind die Geschichten. Die sind für alle, egal ob vegan oder normal. Aber normal gibt es nicht mehr, wir müssen mit Wundern rechnen, alles könnte auch ganz anders. Das überfordert manche, und sie halten sich an einer Scheibe Wurst fest. Jesus sagt: "Keine Angst" und zaubert mit Worten.
Wir machen es nach. Mit kleinen Schreibexperimenten. Zwei Wochen für Ostern liegt jeden Tag ein Impuls in deinem Mail-Postfach. Zwischen Dunkel und Licht, zwischen Nacht und Tag, zwischen un- und möglich entstehen eigene Worte. Persönlich, mutig, echt.
Du brauchst Papier und Stift und eine viertel Stunde Zeit (mehr geht natürlich auch). Zwischen Küchentisch und U-Bahn öffnet sich ein kreativer Raum. Aus Alltagsdingen und biblischen Motiven, aus täglichen Nachrichten, Tagebuchschnipseln und halbfertiger Hoffnung entstehen Texte, die überraschen. Als allererstes dich selbst.
Es gibt kein Richtig oder Falsch. Die Zauberworte sind dein Experimentier-Raum: Was berührt dich? Was wirst du entdecken?
Leider schon vorbei!
DAS NÄCHSTE SCHREIBEXPERIMENT
gibt es im Advent.
Ich war beim Adventsschreiben dabei. Ist das hier genauso?
Ja, so ähnlich. Nur, dass es diesmal um die Passions- und Osterzeit geht. Die Impulse sind manchmal
etwas ausführlicher und bestehen aus mehreren Schritten.
Ich war letztes Jahr dabei. Sind die Impulse neu?
Ja, die Impulse sind jedes Jahr neu. Ein paar Methoden wirst du wiedererkennen, aber in einem neuen Kontext werden andere Texte entstehen.
Ich war noch nie dabei. Soll ich mitmachen?
Klar. Das Schlimmste, das passieren könnte, wäre: Es macht dir keinen Spaß. Dann buchst du beim nächsten Mal Schwertkampf oder Bogenschießen.
Muss man dauernd über Jesus schreiben?
Nein, keine Angst. Die Impulse sind meistens so formuliert, dass du selber entscheidest, worüber du schreibst. Ein Gedicht kann zum Beispiel ein Gebet sein, muss es aber nicht.
Ich würde mich gern mit anderen austauschen...
Jeder und jede schreibt für sich selbst.
Wenn du Austausch möchtest, melde dich mit einer Freundin oder deinem Nachbarn an. Oder du gründest eine Schreibgruppe. Oder du tauschst mit einem Menschen deiner Wahl täglich eine poetische Textnachrichten aus. Oder...
