Geld oder Leben?, fragt Jesus und ich frage, warum er immer so radikal sein muss. Das Himmelreich gäbe es halt nicht für Reiche, sagt er und dann sagt er die Sache mit dem Kamel, das eher durch ein Nadelöhr passt. Ans Himmelreich muss man glauben. An Geld auch. Wie sonst lässt sich erklären, dass ein dünnes Stück Papier plötzlich 200 Euro wert ist, nur weil eine Zahl draufsteht? Bitcoins schweben irgendwo in der Cloud, so ähnlich wie Gott. Erlös und Erlösung liegen drei Buchstaben weit und doch Welten voneinander entfernt. 

Ich habe mir ein paar Gedanken über Reichtum gemacht. Nina Chuba singt dazu „Ich will Immos, ich will Dollars“ und die Comedian Harmonists träumen „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines Stückchen Glück“. Hört rein!

Sonntagmorgen, 14. Juni, 8.35 Uhr

im Deutschlandfunk 

oder anschließend unter rundfunk.evangelisch.de

 



Gönn dir.

Wir kosten den Sommer aus. Streichen Honig aufs Herz und schlecken Erdbeermarmelade von den Fingern. Wir gönnen einander die Butter auf dem Brot, wir glauben, dass genügend halbe Sachen das Leben vollkommen machen. In unserer Juli-Wohnzimmerkirche schöpfen wir aus dem Vollen. Proviant für die Sommerpause. 

Vorfreuen: Neues Buch

Manchmal scrolle ich durch die Nachrichten und freue mich, wenn zwischendurch ein Panda auftaucht, damit ich atmen kann. Es ist ein Sog, der mich immer weiter runterzieht, in eine Welt voller Schrecklichkeiten oder Belanglosigkeiten. Wenn ich jappsend nach Luft wieder auftauche, ist eine halbe Stunde vergangen, und ich weiß nicht, wo ich bin. 

Ich bin ins Netz gegangen. Ein Fisch schwimmt vorbei und fragt: „Was willst du hier?“ Ich will da sein, wo die anderen sind. „Gefangen im Netz?“, fragt der Fisch. Und obwohl sich dort so viele andere tummeln, fühle ich mich tatsächlich ausgeliefert. „Das geht nicht gut“, blubbert der Fisch, „aber was weiß ich schon von Menschen?“

Dies ist mein neues Buch, in dem Fische reden, in dem der Himmel bei Normal-Null beginnt, Erna Koszlowski, Bernhard Schnuckelriet und Jesus auftauchen, in dem große Fragen spielen wollen. Der Widerstand ist ein Anstifter, trägt wilde Worte auf der Zunge und lässt nicht locker: „Vergesst das Träumen nicht, ihr seid mehr als ihr denkt. Verbindet euch.“ 

 

Wo die Wunder wohnen erscheint im September, ihr könnt es ab jetzt vorbestellen.

 


 

Au ja! Ich möchte wissen, was es Neues gibt