Heute ist Himmelfahrt.
Irgendwo ist was aufgehoben, an einem ungreifbaren Ort. Und das ist gut, weil die Hände so wieder frei sind, um nach dem zu greifen, was bleibt: die erste Erdbeere, ein weißes Hemd, eine Gelegenheit.
Ich bleibe am Boden, ist nicht die Zeit für Höhenflüge, sondern fürs Gehen. Manchmal guckt mir eine Schnecke über die Schulter und manchmal blitzt was auf, das gut werden könnte.
Ich versuche, nichts festzuhalten. Ein Eichelhäher baut sein Nest, ist das nicht spät oder will er mir bloß sagen, dass meine Berechnungen nicht viel taugen.
Lass dich überraschen, sagt er.
Ich habe gerade mein neues Buch abgegeben und habe viel Zeit mit der Recherche zu Goldfischen verbracht. Wusstet ihr, dass Goldfische Autofahren können? Das hat keinen Einzug ins Buch geschafft, aber ich wollte euch diese Info nicht vorenthalten...
Dies ist ein Buch, in dem Fische reden, der Himmel bei Normal-Null beginnt, Erna Koszlowski, Bernhard Schnuckelriet und Jesus auftauchen, in dem große Fragen spielen wollen, in dem die Wirklichkeit ruft: „Hallo, ich bin schön, hört mich eigentlich jemand?“ Der Widerstand ist ein Anstifter, trägt Federn im Haar und wilde Worte auf der Zunge: „Vergesst das Träumen nicht, ihr seid mehr als ihr denkt. Verbindet euch.“
Wo die Wunder wohnen erscheint im September, ihr könnt es ab jetzt vorbestellen.
