Feuer!

Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.   Apostelgeschichte 2,3

 

Ab heute redet Frau P. mit Feuerzungen. Dass sie Vorratsdatenspeicherung missbilligt und wankelmütige Verantwortungsträger auch. Und Heizpilze und die allgegenwärtigen Pappkaffeebecher. Und dass sie findet, dass man ruhig an etwas anderes glauben kann als an Google. Frau P. stellt sich vor, wie sie sich mitten auf den Marktplatz stellt und los. Und wenn man sie für eine Verrückte hielte, wäre ihr das auch egal. Denn würde man einen Typen ernst nehmen, der zu einem dieser rumänischen Bettler mit verküppeltem Fuß oder lahmen Bein sagt: Steh auf und geh? Na bitte. Frau P. stellt sich vor, wie Feuerworte aus ihrem Mund kämen und sie würde alle anstecken und die Worte der anderen würden ebenfalls Feuer und einer würde sich am anderen entzünden, und wenn das gefährlich klingt, gefällt ihr auch das. Das würde ein großer Was-mal-gesagt-werden-muss-Tag, was wiederum ein Unterschied ist zum Was-ich-dir-schon-immer-sagen wollte-Tag. Weil es nicht ums Heimzahlen geht und schon lange nicht um Gehässigkeit und um Besserwisserei auch nicht. Sondern einfach darum, frischen Wind in die Oberstübchen zu lassen, der das Feuer anfacht. Damit du wieder brennst für etwas. Denkt Frau P.

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