Vor dem Aufbruch

 

 

Auf dem Rollfeld warten Schmetterlinge. Das Licht ist sehr hell, wie auf einem Polaroid, das einem gewöhnlichen Ort etwas Unwirkliches gibt. Wind kommt auf. Er treibt Staub vor sich her. Die Flügel der Schmetterlinge zittern. Die Stille rauscht in meinem Ohr. Wenn das ein Traum wäre, würde jetzt etwas geschehen, ein Dinosaurier würde auftauchen oder ein Popcornverkäufer oder die Passagiere würden an Gate 6 gebeten. Daran, das nichts passiert, merke ich: dies ist kein Traum. Die Schmetterlinge warten. Ich warte. Wenn sie aufflögen, denke ich, würde der Himmel eine Blumenwiese. Dann würde ich aufbrechen. Ich versuche, nicht zu blinzeln, um den Augenblick nicht zu verpassen.

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