Nimm die Härte von deiner Stirn

Nimm die Härte von deiner Stirn. Sag "Ich weiß nicht" auch wenn das schwer auszuhalten ist. Denk trotzdem weiter. Weich sein heißt nicht, schwach zu sein. Erinnere dich, was deine Großmutter dir beigebracht hat oder der Religionslehrer oder vielleicht hast du es auch in einem dieser Lebensratgeber gelesen: Liebe deinen Nächsten, und wenn du nicht lieben kannst, dann begegne jedem Menschen wenigstens mit Respekt. Weil alles, was du denkst und fühlst auch auf dich zurückfällt. Dein Zorn und dein Hass trifft nicht nur die anderen, er lässt auch dich selbst nicht kalt. Lass dich von ihm nicht zerfressen. 

Du bist ein freundlicher Mensch, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt. Lach der Enttäuschung ins Gesicht. Vielleicht heitert sie das auf. Die Gute hat es schließlich auch nicht leicht. Sei nachsichtig. Mit dir und mit den anderen, nicht immer, aber immer wieder. 

Hör nicht auf, daran zu glauben, dass jeder sein Bestes versucht. Manche scheitern öfter. Verständnis zu haben, heißt noch lange nicht, alles gutzuheißen. Gib die Suche nach der Wahrheit nicht auf. Glaub nicht jeder Schlagzeile, die Welt lässt sich nicht in schwarz und weiß aufteilen. Nicht mal du selbst bist schwarz oder weiß. 

Lerne mit dem Zwiespalt zu leben. Nimm dich an, wie Gott es schon tut.

 

Gesendet in "Moment mal" auf NDR 2:  hier zum Hören

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Kommentare: 2
  • #1

    Irmgard Kossok (Dienstag, 05 Februar 2019 14:12)

    Danke für diese wunderbaren Mutmach-Gedanken !

  • #2

    Anja (Montag, 18 Februar 2019 07:39)

    Danke für diese schönen Mutmachenden Gedanken und den Perspektiven Wechsel. Scheitern ist ein Teil des persönlichen wachsen s.