Jagen

Gott streifte durch die Welt, ein irrer Zickzackkurs von Trondheim nach Aserbaidschan, vom Après-Ski in die Stille der Klöster,

in U-Bahnen, auf Feldwegen, zu den Stränden der Seychellen.

Ich konnte ihm nicht folgen, eine Weile versuchte ich es, immer außer Atem, das war kein Leben. 

Eines Tages stand ich traurig am Gleis, ich denke, es war ein Mittwoch. Eine Taube jagte einer störrischen Pommes hinterher,

und ich gab auf.

Ich stieg in die nächste Bahn und fuhr nach Hause. 

Die Leere dort ängstigte mich. Doch nach ein paar Tagen lag die erste Ansichtskarte im Briefkasten.

Palmen waren darauf zu sehen, es folgten Gipfelkreuze, Lavendelfelder.

Und innige Grüße, immer innige Grüße.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Andrea Rakob (Donnerstag, 14 Februar 2019 18:35)

    Das ist sie ja, deine Geschichte.
    danke,
    Das war ein toller Workshop.
    Liebe Grüße aus Buxtehude

  • #2

    *freudenwort (Donnerstag, 14 Februar 2019 18:56)

    ... danke :-)
    Mir hat's auch Spaß gemacht!

    Herzlich, Susanne

  • #3

    Anja Stukenbrock (Freitag, 15 Februar 2019 20:06)

    Kam mir beum KLesen auch gleich bekannt vor... ;-)
    Liebe Grüße, ebenfalls aus Buxtehude,
    Anja

  • #4

    Anja Stukenbrock (Freitag, 15 Februar 2019 20:07)

    ...beim Lesen...