Kalender Hoch zwei

Adventskalender und Sonntagskalender

 

 

 

 

Jetzt, wo es draußen ungemütlich und drinnen muckelig wird, kann ich es ja schon mal sagen: Der neue Adventskalender ist da. Stille Post 2020. Mit neuen Geschichten, viel Sehnsucht und 24 Postkarten, auf denen Ihr Vorfreude weitergeben könnt. 

Und weil der Advent immer so schnell vorüber ist, gibt es 2021 zum ersten Mal einen Begleiter durchs ganze Jahr: 

Tadaaa - den Sonntagskalender. Ein Hoch auf den schönsten Tag der Woche!

 

So sehen die beiden aus.

Beide gibt es im Buchhandel oder direkt bei Chrismon. Schaut hier: Adventskalender und Sonntagskalender.


Mein neues Buch ist da!

Kirschen essen. Liebesgeschichten aus der Bibel

Kirschen essen gibt es in jeder schnuckeligen Buchhandlung und direkt im Chrismon Shop. Eine Leseprobe findet Ihr ebenfalls dort.

Als ich aus dem Sommer nach Hause kam, lag ein großes Paket in meiner Küche. Randvoll mit Liebe. Echt. Mein Buch ist fertig, und es ist so schön geworden! Batseba hat Hunger auf David. Der verlorene Sohn bekommt einen Topf voll Rindergulasch, obwohl man ihn eigentlich lieber schütteln würde. Gott ist eine Frau, die zehn Cent hat und einen verliert und alles auf den Kopf stellt und keiner sagt: lohnt sich nicht. Jonatan und David trauen sich, aber nur fast. Judas klammert sich an einen Strohhalm und Jesus und Maria Magdalena schwimmen nachts im See und alles bleibt offen.

Ariane Camus hat die Geschichten wunderbar illustriert. 



Vom Papier aufs Pflaster

Schreibwerkstatt *hundert Wege Gott zu finden

Wo findest du Gott? Zusammen mit Menschen aus der Kirchengemeinde Buchholz einen Tag lang geschrieben und hundert Arten gefunden. So verschieden wie die Leute selbst. Jetzt kann man über die Sätze stolpern. Mit Schablonen wurden sie auf den Kirchplatz gebracht. Superschönes Projekt zusammen mit Sinnobjekte.


In Schweden war viel Himmel


Grüße von Unterwegs

Taxifahrer und Verschwörungen

Der Schreibsommer hat tatsächlich begonnen. Ich finde es großartig, wieder Menschen mit Unterleib und nicht via Zoom zu sehen. Schreiben klappt mit Abstand gut, und als Nordmensch finde ich Abstand ja sowieso beruhigend.

Beunruhigend finde ich, dass ich unterwegs immer wieder Menschen getroffen habe, die das Corona Virus und die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien als "gelenkt" bezeichnen. Taxifahrer, Yogis, Hoteliers, Lehrer. Ich sehe das anders: 

Ich glaube, dass es Corona gibt. Ich glaube, dass die sogenannten „Mainstreammedien“ ihr Bestes geben, ausgewogen zu berichten. Ich glaube, dass es wichtig ist, sich zu informieren. Auch dann, wenn die Nachrichten für den eigenen Geschmack zu negativ sind. Ich traue in virologischen Fragen renommierten Wissenschaftler.innen mehr zu als einem Koch. (Bei der Zubereitung einer Sauce wäre es anders.) Verschwörungen, insbesondere Weltverschwörungen, kann ich mir schon deshalb schwer vorstellen, weil dafür Staaten oder Personen an einem Strang ziehen müssten, die sich bereits bei wesentlich unwesentlicheren Dingen nicht einig sind. 

Ich glaube, dass 87% aller Dinge im Leben ambivalent sind. 
In den letzten Monaten zum Quadrat: Freunde kämpften um ihre Existenz. Als Künstlerinnen oder Reiseunternehmer. Gleichzeitig habe ich es genossen, weniger Freizeitstress zu haben, weil ohnehin alles ausfiel. Kirchengemeinden haben schöne alternative Angebote erfunden. Gleichzeitig habe ich noch nie soviel Unsolidarität von jenen erlebt, die immer von Solidarität reden. Zoom und Co haben Nähe hergestellt, wo auf einmal Sendepause war. Gleichzeitig fühle ich mich bestätigt: Ich will Menschen in echt treffen. Auch wenn es online mehr sein könnten. Mich nerven Masken, sie werden auch nicht durch Gewöhnung zu einem Kleidungsstück wie jedes andere. Gleichzeitig trage ich sie, weil Fachleute sie empfehlen. Wenn die Chance besteht, dass sie vor allem anderen helfen, wäre meine Bequemlichkeit ein jämmerliches Gegenargument. Ich achte bei meinen Seminaren auf Abstand und Hygieneregeln. Gleichzeitig weiß ich: Es klappt nicht immer zu 100 Prozent. 
Eine Welt, in der alles eindeutig ist, gibt es nur in Geschichten. Und das sind meistens die langweiligen. Corona ist scheiße, aber da es nun mal da ist, suche ich das Gute im Schlechten. Mit Gelassenheit, Vertrauen und Humor. 

Wollt ihr diskutieren? Dann schreibt mir.

Kommentare: 6
  • #6

    *freudenwort (Mittwoch, 07 Oktober 2020 13:45)

    Liebe Doris,
    87% ist, wie Sie schon richtig annehmen, keine präzise, wissenschaftlich fundierte Angabe, sondern eine Variante von: "Die meisten aller Dinge sind ambivalent."
    Meine Art von Humor.
    Viel Spaß beim Weiterlesen und herzliche Grüße aus Hamburg!
    Susanne Niemeyer

  • #5

    Doris (Sonntag, 04 Oktober 2020 00:16)

    Liebe Frau Niemeyer,
    bekannt sind Sie mir aus vielen guten Beiträgen im "Anderen Advent". Nun hat mir eine Freundin ihr neues Buch empfohlen und so kam ich auf Ihre homepage.
    Mit ihren Gedanken zu Corona haben Sie vollkommen Recht. Mich interessiert nur, wie Sie zu der Aussage kommen, 87% aller Dinge sind ambivalent. Weshalb nicht 85 % oder 90%??? ist das humorvoll gemeint??
    Herzliche Grüße und ich werde mit Interesse Ihren Newsletter lesen.

  • #4

    Irene Burkert (Samstag, 26 September 2020 12:15)

    Ich finde Corona auch Sch.... aber, es zeigt uns unsere Grenzen auf. Wir sind überheblich und überzeugt von unserer Wahrheit. Wir haben ausgeblendet, dass wir nur ein Teil vom Ganzen sind. Ich hoffe, dass Corona die Welt zum Nachhaltigerem Leben verändert. Dass wir Demut wieder verstehen lernen. Dass wir Dankbarkeit als Haltung erleben. Dass wir die richtigen Schritte einleiten.

  • #3

    Beatrice (Samstag, 19 September 2020 13:18)

    Danke für Deine inspirierenden, zum weiteren Nachsinnen inspirierenden Gedanken.
    Frage: wie kommst Du auf die 87 %?

    Liebe Grüße aus Wien nach Hamburg

    Beatrice

  • #2

    Silke (Donnerstag, 13 August 2020 08:41)

    Weil alles so kompliziert ist, müssen wir wohl alle eine Menge ausblenden, um der totalen Verwirrung und Überforderung zu entgehen. Spannend bleibt, was wir wann wieder einblenden.
    Spannend wäre auch, zu Ende zu denken, was denn geschähe, wären die Echsenmenschen die Herren der Welt.
    Schon bei einer sehr kleinen Autorinnengruppe könnten sich viele neue Fiktionen ergeben und zack: schon wieder alles komplexer als vorher.
    Ich schätze die Ambivalenzquote auf 89,81333%. :-)

  • #1

    Christiane (Montag, 03 August 2020 07:50)

    Der Gedanke hat mir total gefallen: Dass du nicht an eine Verschwörung glaubst, weil dafür Staaten und Personen an einem Strang ziehen müssten, die sich schon bei viel unwichtigeren Dingen nicht einig sind.


Hej Schweden - Wir kommen!

"Das Pippilottaprinzip. Eine Schreibreise" findet statt.

Ach, ich freue mich riesig: Das Auswärtige Amt hat gestern (14.07.) endlich die Reisewarnung für Schweden aufgehoben. 

Der Stömnegaarden, eine liebevoll renovierte Schule, wartet auf uns.

Wir freuen uns auf goldene Sonnenuntergänge, glasklares Paddelwasser, einsame Pfade, glühende Waffeleisen und Worte: Wir schreiben die Welt, wie sie uns gefällt.

Im Moment eben mit Abstand. Das ist in Schweden ziemlich leicht möglich. Die Wälder sind weit, die Seen sind groß und der mittlere Platz im Kanu bleibt einfach leer. Im Naturreservat Glaskogen gibt es mehr Elche als Menschen und viele schöne Orte zum Schreiben.

Ein paar Restplätze gibt es noch.

Mehr Infos findet ihr bei Rucksack Reisen. Auf Anfrage sind in diesem Jahr übrigens Einzelzimmer-Buchungen möglich. Der Reisebus (ab Münster oder Hamburg) wird nicht voll belegt sein und jedem Gast wird ein bestimmter Sitzplatz zugewiesen. Das Pippilottaprinzip: 28. August bis 6. September.

(Ein Blick auf die Homepage lohnt sich auch sonst. Kanu-, Wandertouren und Hütten kann ich schwärmend empfehlen.)


Vielleicht lässt jemand Wunder regnen

100 Seiten Hoffnungstexte

Heute lag dieses feine Lesebuch in meiner Post. Gesammelte Hoffnung, weil man manchmal einfach was Positives braucht.  Unterschiedliche Autoren und Autorinnen beschreiben, was Mut macht, was trotzdem schön ist und wo sich die Alltagswunder verstecken. Etwa ein Dutzend Texte sind von mir, einige aus meinem Corona-Lichtblick-Blog

Kauft, verschenkt, lest und gebt Hoffnung weiter. Denn - tada - sechs Postkarten liegen auch noch bei :-)

 

Vielleicht lässt jemand Wunder regnen.

Susanne Breit-Keßler, Frank Muchlinsky (Hrsg.),

edition chrismon | Deutsche Bibelgesellschaft


Täglicher Blog

Lichtblick Für euren Tag

Für die Edition Chrismon schreibe ich einen täglichen Schnipsel in Corona-Zeit: Es geht um Stubenhocker-Engel, das Meditieren der Raufasertapete und wie es ist, ein Hund zu sein. Bis jetzt. Mal gucken, wer oder was als nächstes auftaucht. Schaut vorbei: 

www.chrismonshop.de/lichtblick-blog/


Was ist gerade trotzdem gut?

habe ich im letzten newsletter gefragt. hier sind eure gedanken. Unten könnt ihr ergänzen.

Kommentare: 39
  • #39

    Karin Pohlabeln (Freitag, 14 August 2020 17:50)

    dass es kaum Umarmungen,
    dafür aber umso mehr und intensivere
    akustische Berührungen gibt.

  • #38

    cornelyaa (Samstag, 25 Juli 2020 14:59)

    internationale zoom fortbildungen

  • #37

    Ines Ade (Sonntag, 19 Juli 2020 10:48)

    "Kinderkirchen to go" und Kino - Pippi Langstrumpf - mit Popcorn in den Kirchenbänken unserer Marienkirche hat viele neue Kinder für Kirche begeistert.

  • #36

    Claudia (Dienstag, 14 Juli 2020 15:43)

    Ganz viele Spaziergänge, tiefgründige Gespräche, den Wald im Frühlingserwachen erlebt und viel Kuchen gebacken.

  • #35

    Lydia (Donnerstag, 21 Mai 2020 14:09)

    Viele kreative und unkonventionelle Lösungen

  • #34

    Claudia Montanus (Montag, 11 Mai 2020 13:39)

    die Vorlese-Sessions mit Nachbar*innen und Kindern am Wochenende vor der Haustür: Glück pur!

  • #33

    Ingrid Göderz-Strolla (Sonntag, 10 Mai 2020 07:58)

    REGINA
    Mittig, unstrittig,
    Fühle ich den Stamm, stramm,
    Aussen ganz verzweigt, oft tief geneigt,
    Jahreszeitig, ständig gewaltig,
    Glitzernd oder verstaubt,
    Der Identität oft beraubt,
    Elastisch, zeitweise erstarrt,
    Dennoch wachsend,
    Strahlend und Aussagekräftig,
    Wackelnd je nach Kräften mächtig,
    Bedroht und weinend verteidigend.
    D I E K R O N E

  • #32

    Yaa (Dienstag, 05 Mai 2020 09:51)

    terpene im wald riechen

  • #31

    Christiane (Dienstag, 28 April 2020 17:31)

    am Leben zu sein

  • #30

    Birgit Förster (Sonntag, 26 April 2020 12:29)

    Meine Katze, die mich um die Beine streicht, trotz Corona

  • #29

    Erich Donhauser (Donnerstag, 23 April 2020 10:44)

    Habe heute im Bayerischen Rundfunk in der Sendung: Gedanken zum Tag Deinen Beitrag gehört.
    Da wurde ich neugierig und bin auf dieser Seite gelandet und kann mich hier bedanken.
    Gruß,
    Erich

  • #28

    ElkeMaria (Sonntag, 19 April 2020 09:09)

    dass endlich mal alle in MEINEM Boot sitzen, dem stillen, leisen, langsamen

  • #27

    Loskot Andrea (Dienstag, 14 April 2020 14:15)

    zu spüren, das ich so wenig wirklich brauche. Aber einen weichen Bleistift möchte ich immer haben und etwas Papier.

  • #26

    Astrid (Montag, 13 April 2020 13:15)

    Das Vogelgezwitscher

  • #25

    Katrin Schneider (Freitag, 10 April 2020 11:33)

    Handschriftliche Briefe verschicken und zugeschickt bekommen, das sind kleine Geschenke.

  • #24

    Brigitte Schreima (Donnerstag, 09 April 2020 09:23)

    Ostern: Eier suchen mit unserem 1 1/2 jährigen Enkel - geht nicht. Aber ... Zum Sonnenaufgang die Eier in ihrem Garten verstecken. Zum Frühstück einen Hinweiß versenden, mit der Bitte, ein kleines Video für uns zu machen.
    Für unsere Kinder gibt es eine gemalte Karte: Covid19 als Ei künstlerisch dargestellt. Dazu einen Gutschein für Kino und Babysitterdienst = Vorfreude pur. Für alle.
    Vóila: Das Leben will uns in seiner ganzen Pracht.

  • #23

    Laurenz Aselmeier (Mittwoch, 08 April 2020 19:36)

    im Wald sitzen und meditieren und dabei die Sonne spüren, die durch die noch kahlen Äste und Zweige der Bäume scheint

  • #22

    Petra Henning (Dienstag, 07 April 2020 12:49)

    Es muss natürlich
    Distanz
    heißen - konnte es nachträglich nicht mehr korrigieren!

  • #21

    Petra Henning (Dienstag, 07 April 2020 12:46)

    Dem 3jährigen Enkelkind per Sprachrecorder-App Gutenachtgeschichten aufsprechen und als mp3 für den Musik Tonie versenden!
    Nähe auf Diestanz!
    So glücklich damit :-)

  • #20

    Anke Schulte (Samstag, 04 April 2020 13:48)

    Kommunikation per Video gestalten und verbunden sein

    eine selbstgenähte Maske von der Lieblingskusine geschickt bekommen

  • #19

    Michaela (Mittwoch, 01 April 2020 20:22)

    Babysockerl gestrickt

  • #18

    Nadja (Mittwoch, 01 April 2020 16:28)

    In der Zeit der Quarantäne auf deiner Seite gelandet zu sein

  • #17

    Dorette (Freitag, 27 März 2020 12:19)

    Der Traktor zieht frische Furchen ins Feld und die Rabenschar sammelt sich voller Erwartung
    Eisiger Wind treibt Windräder an die leise Surren
    Sterne verzaubern den Nachthimmel, Lichterflut für den nächsten Tag

  • #16

    Doris (Donnerstag, 26 März 2020 19:01)

    Mein Tag ist entspannter, ruhiger. Ich kann Nachts besser schlafen. Mit meinem Mann kümmere ich mich um unsere beiden Enkelkinder (die mit uns in einem Haus leben) und deren Hund. Ich bin geduldiger und habe selbst mehr Spaß und Vergnügen!

  • #15

    Johanna (Dienstag, 24 März 2020 20:06)

    Genug Zeit für Dinge zu haben die man schon lange machen wollte wie zum Beispiel "Handlettering" lernen.

  • #14

    Judith Manok-Grundler (Dienstag, 24 März 2020 16:19)

    Das Schreiben mit fünf Freundinnen zusammen - ich schicke die Aufgaben, bekomme Antworten und schicke sie, zusammengefasst, weiter an alle.
    Für Momente, mal längere und mal kürzere, fühlt sich das "daheim sein" wie Urlaub an.
    Die Sonne, die den Tag verzaubert - auch, wenn es saukalt ist!
    Meine Wachsfarben, die auch mit Wasser vermalbar sind, und mich immer wieder neu verblüffen.
    Das entstandene Bild.
    Ein wiedergefundenes Bild.
    Und überhaupt: Ich bin gesund ...

  • #13

    Gabriele (Dienstag, 24 März 2020 14:52)

    Der "innere Schweinehund" sitzt auf dem Gepäckträger und schmunzelt.
    Ganz freiwillig bin ich aufs Fahrrad umgestiegen, um zur Arbeit zu fahren -
    und ich musste ihn für dieses Fitness-Training gar nicht runterschubsen.

  • #12

    Anke (Dienstag, 24 März 2020 11:13)

    jeden Tag auch mittags gemeinsam als Familie um den Esstisch sitzen zu können

  • #11

    Mareike (Montag, 23 März 2020 20:39)

    ungewohnte ruhe
    wohlmeinendes zulächeln
    seligmachender frieden
    in und über der stadt

  • #10

    Bea (Montag, 23 März 2020 12:24)

    Ich entschleunige mich gerade, das tut gut.

  • #9

    Katrin Düringer (Montag, 23 März 2020 11:39)

    Meine Buchhandlung versendet per Post. So geht der Lesestoff nicht aus und der Laden überlebt hoffentlich.

    Mein Mann kocht gern und backt Brot.

    Das Klavier! "Der Mond ist aufgegangen"!

  • #8

    Petra Pieper-Rudkowski (Montag, 23 März 2020 08:30)

    Ein gemeinsames Frühstück genießen, in den Garten gucken und die ersten blühenden Tulpen sehen. Und dann ist noch die Papier-Müllabfuhr pünktlich hinter der Gartenpforte aktiv. Ein fast normaler Montagmorgen!!

  • #7

    Silke (Sonntag, 22 März 2020 22:28)

    Blauer Himmel ohne Kondensstreifen!

  • #6

    Karin (Sonntag, 22 März 2020 15:16)

    Die Magnolien blühen (drei Wochen zu früh, aber für mich genau richtig).
    Kräuterquark mit frischem Bärlauch essen.
    Noch zur Arbeit fahren zu dürfen.

  • #5

    Gabi (Sonntag, 22 März 2020 11:52)

    Singen allein tut gut und nimmt alle Stimmungen auf.
    Zeit einen Kuchen zu backen.
    Eine Hoffnungsliste anlegen und einfach sammeln, was kommt, fern von jedem to do.

  • #4

    Theresa (Sonntag, 22 März 2020 11:01)

    Seifenblasen, die vor dem Fenster vorbeifliegen
    Internet und Telefon, um in Kontakt zu bleiben
    Gottesdienst im Radio
    Endlich mal wieder Gitarre spielen
    Mittagsschlaf (dank Homeoffice auch an Arbeitstagen)

  • #3

    Barbara (Samstag, 21 März 2020 19:35)

    Vom Fenster aus mit Nachbarn zu reden, mit denen ich noch nie geredet habe .
    Menschen, die da sind und bleiben.
    Zeit, Neues zu lernen.
    Zeit, Dinge gründlicher zu machen.
    Ein Garten hinter dem Haus!
    Betreuungskinder, die im Schulgarten mit gebührendem Abstand singen beim Unkrautjäten: "Ich lieb den Frühling..."
    buntes Papier zuhause
    ein Stapel ungelesener Bücher
    Vertrauen üben

  • #2

    Andreas Bielefeldt (Samstag, 21 März 2020 19:12)

    Das zuversichtliche Winken der Müllmänner am frühen Morgen

  • #1

    Klaus (Samstag, 21 März 2020 17:34)

    Abendessen mit einem Glas Weißwein


Wasserstand

 

 

Bei mir sieht es so aus: Ich wache auf und überlege kurz, ob ich alles nur geträumt habe. Ich widerstehe, mir die Augen zu reiben, weil ich mir ja abgewöhnen will, ins Gesicht zu fassen. Dann beginnt der Tag, der für mich gar nicht so anders aussieht als sonst. Außer, dass ich jetzt gerade auf Lesereise wäre. So schreibe ich also auf Vorrat, Wörter gibt es genug, die braucht man nicht zu hamstern. Von Facebook halte ich mich fern, um weder von Bibelsprüchen noch von Weltuntergangsszenarien erschlagen zu werden. Die Tagesthemen gegen 22.30 Uhr sind mein Amen zur Nacht. 

 

 

Mein 7-Punkte-Plan:

 

1. Es ist, wie es ist. Ich mache das Beste draus. 

2. Angst vor der Zukunft verändert die Zukunft nicht. Aber sie verändert mich. Singen, jonglieren, Grießkuchen backen, Kopfstand üben,

     lachen, Briefe schreiben, in den Himmel schauen hilft.

3. Drei Sachen, die trotzdem gut sind, finden sich jeden Tag. Wetten?

4. Ich bleibe neugierig. Was tun Hamster, wenn die Räder stillstehen?

      Und was tue ich?

5. Dank an alle Pfleger, Busfahrerinnen, Kassierer, Ärztinnen, Politiker, Müllfahrer, Forscherinnen, Pizza-Lieferanten, 

     Zuversichtspenderinnen, An-andere-Denker. Menschen.

6. Ich denke an Oma, die immer ein Regal eingeweckter Kirschen im Keller hatte, aber keinen Schrank voll Klopapier.

7. #daslesengehtweiter


Wohnzimmerlesung

Statt Lesereise


Gewonnen!

Scandinavian Travel Award

Wie schön! Meine Schreibreise Pippilottaprinzip hat den 1. Platz beim Scandinavian Travel Award gewonnen. Ich bin ja sowieso Fan - aber jetzt ist es auch noch offiziell toll! Im August geht es das nächste Mal mit Rucksack Reisen nach Schweden. (Schaut hier.) Ich freue mich auf jetzt schon auf Pfannkuchen & phantastische Texte am Lagerfeuer!

"Die Jury überzeugte, dass es sich nicht nur um eine reine Outdoor-Reise handelt, sondern dass durch die Schreibkomponente eine ganz andere, nachhaltige Herangehensweise an Land und Natur gewählt wurde. " 

 


#saytheirnames

In meinem Viertel gibt es ein Shisha-Café. Oft steht die Tür offen, und der Duft der Pfeifen zieht über die Straße. Ich mag das. Drinnen war ich noch nie, aber ich war auch noch nie in der Marktschänke, im Tatort-Café oder im Schweinske. Trotzdem bin ich froh, dass es all diese Läden gibt. Sie machen meinen Stadtteil bunt. Ich brauche nicht lauter Klone meiner eigenen Person, um mich wohl zu fühlen. Wie langweilig wäre das denn? 

Wenn dann ein Politiker der AFD sagt, Shisha-Bars seien Orte, die vielen missfallen, ihm übrigens auch, und dass so eine permanente Störung eben zum Erschießen von 9 Menschen beitragen könne*, dann bin ich fassungslos. Was stört ihn denn als nächstes? Betende Katholiken? Räucherstäbchenläden? Schwarz-gefleckte Kühe? Menschen aus Oberbayern, weil man die sowieso nie versteht? 

Ich finde es fürchterlich, dass in unserem Land Menschen Angst haben müssen, weil sie ausländisch aussehen. Das schreibe ich nicht, weil ich glaube, euch bekehren zu müssen. Im Gegenteil. Ich glaube, es ist wichtig, voneinander zu wissen: Wir sind viele, die lieben wollen, nicht hassen. Zusammen sind wir ein Netz.

Für die getöteten Menschen in Hanau hat das Netz nicht gehalten. 

* Zitat: Rainer Rahn in der FAZ, 21.02.2020


Bestseller :-)

Juchu - "Jesus klingelt" ist auf der Bestsellerliste des Börsenblatts.

 

Bloggerin Susanne Niemeyer (freudenwort.de) beginnt mit "Jesus klingelt" (Herder) auf Rang 22. Die 24 "neuen Weihnachtsgeschichten" sollen durch die Adventszeit begleiten. Die Illustrationen steuert die Autorin selbst bei. Die gebundene Ausgabe des Buches war 2014 im Kreuz Verlag erschienen. 

 

Wenn Ihr alle schnell noch eins oder zwei oder fünf als Weihnachtsgeschenk kauft, bleibt es da vielleicht noch eine weitere Woche...


Maria

Wie wir uns Maria vorstellen? Beweglich. Wer unter den erzählten Umständen ein Kind bekommt, muss Pläne ändern und es mit dem Leben aufnehmen. Was im Übrigen ja nicht nur im Dezember ein gutes Konzept ist. Deshalb haben mein Kollege Andreas Kasparek und ich Maria auf ein Fahrrad gesetzt, weil Esel selten geworden sind und ein Drahtesel die moderne Version ist.

Maria gehört zu "Unserer kleinen Krippe", ist tiefrot, etwa 10 cm groß und kommt mit einer schönen Klappkarte zu euch (die es übrigens auch einzeln gibt.) Zum Aufhängen am Fenster, Weihnachtsbaum, Lampenschirm oder wo auch immer.

Für alle, die Maria verschenken wollen, gibt es ab 10 Exemplaren Staffelpreise. Zu bestellen bei edition ahoi.


Jahreslosung 2020

Ich finde, mutig zu glauben und mutig zu zweifeln ergibt eine ziemlich gute Balance. Insofern mag ich die Jahreslosung 2020 sehr.

Weil doch die wenigstens Dinge im Leben klar sind. Weil ich selten sicher bin. Weil möglicherweise genau das spannend ist. 

Dies ist unsere Karte dazu. Ihr findet sie hier: www.editionahoi.de


Briefe & Zitronenscheiben

In Mecklenburg habe nachts zu einer Ukulele gesungen und mich morgens von den Vögeln wecken lassen. Einmal stand ein nackter Angler in einem roten Boot und ich dachte, dass es sich immer lohnt, mehr zu lieben. 

In den Kalkalpen hat mich ein österreichischer Taxifahrer gefragt, ob ich aus Hannover komme, weil ich so schönes Deutsch spreche. Bei Regen habe ich einen Brief geschrieben und nicht abgeschickt, aber trotzdem gedacht: Man sollte wieder mehr Briefe schreiben. 

Auf Mallorca habe ich eine fliegende Kuh gesehen, Zitronenscheiben ins Wasser gelegt, in einem Stoppelfeld gesessen und andere Menschen getroffen, die auch Fragen lieben. 

Überall hat sich der Himmel erlaubt, mehr Raum einzunehmen, und ich habe ihn nicht gebremst. 


Schreiben in Schweden

Zimtkringel, Elchspuren und eine liebevoll restaurierte Schule

 

In Schweden schmecken die Wörter nach Blaubeeren. Kommt doch mit:


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Schreibtisch kurz vor der Mittagspause. 

Nicht im Bild: Ich, im Collagenfieber.


Huch!

Stille Post (fast) ausverkauft

...da liegt er noch: Stille Post. Der Adventskalender zum Ankommen. Im Chrismon Shop ist er leider schon ausverkauft. Die restlichen Exemplare liegen in Buchhandlungen, beim Großhändler und auch noch bei Amazon. Nächstes Jahr werden mehr gedruckt!

Wir freuen uns total. Auch, weil wir den Kalender selber so schön finden: Allein schon die kupferfarbene Spirale lieben wir. Die Bilder haben wir zum Teil in unserem Viertel aufgenommen, letztes Jahr im Advent. In den Texten schreiben Matthias Lemme und ich von Adventssehnsucht, Wartezeiten und Frauen- und Männervorstellungen erzählen. Und dann gibt es noch eine Postkarte dazu. Ebenfalls für jeden Tag. Ohne Text, zum Selberschreiben, für Adventsgrüße, Friedensbotschaften, heimliche Wünsche. Für beste Freunde, entfernte Verwandte oder einfach Menschen mit leeren Briefkästen. Eine Leseprobe gibt es hier: Stille Post. Der Adventskalender zum Ankommen.


Sommerschreiben

Kalkalpen: Schön war's!

Pilgerschreiben im Regen: macht glücklich. Kaiserschmarrn auch. Eselrufe. Neugierig sein. Frühstück mit Aussicht. Lachen. Mehr Lachen. Zirbenschnaps probieren. Über Europa diskutieren. In einen Bergsee springen. Buchstaben mischen. Geschichten erfinden. Süchtig werden nach Stempeln. Jause. Das Leben der anderen entdecken. Abendessen bei Alpenglühen. Anfängerin sein. Wiederkommen 2019.


Kaffeetrinken mit der Angst

Zum Hören

VERLÄNGERT: Vom 13.-17.8. gibt es nochmal eine Best-off-Reihe. Wegen der vielen positiven Rückmeldungen. Dankeschön :-)

 

Ab Montag (23. Juli) morgens im ERF: Jeden Tag eine Geschichte.

Gelesen nicht von mir, sondern von Ute Heuser-Ludwig. Eine Kostprobe schon mal hier. Viel Spaß beim Reinhören!

Aufgeweckt! Das Morgenmagazin

 


100 Wege, Gott zu finden

Neue Klappkarte zur Konfirmation

In der Edition Ahoi gebe ich zusammen mit Andreas Kasparek Postkarten heraus. Irgendwas ist ja immer... zum Beispiel Konfirmation. (Klar, wir haben auch an die Version "Firmung" gedacht.)

Hier kann man sie bestellen: www.editionahoi.de


Bisschen Bestseller

Mut ist Kaffeetrinken mit der Angst

Überraschung: "Mut ist Kaffeetrinken mit der Angst" ist bei Amazon Nummer 1 im Bereich Christliche Meditation und Spiritualität. Und noch mehr freue ich mich über einen Platz auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Okay, Nummer 47. Der Nobelpreis ist das noch nicht ganz... Aber ich find's super!


Als ich fünfzehn war...

Siehst du mich? Das andere Jugendgebetbuch

Als ich fünfzehn war, hat sich Gott den Bart abgeschnitten. Jesus kam in Chucks daher und statt Orgel sehnte ich mich nach E-Piano. Ich las den "Steppenwolf" und hätte es damals schon "Tschick" gegeben, hätte ich es wohl verschlungen. Ich war auf der Suche. Ich wollte wissen, was zählt und ich wollte ein echtes Gegenüber für meine Sehnsucht, die so unbestimmt war wie drängend. Vor allem wollte ich selber denken. Dabei hatte ich - wie wahrscheinlich alle Fünfzehnjährigen - ein ziemlich feines Gespür für Blabla-Texte, die ich konsequent zur Seite legte. 

 

"Siehst du mich" habe ich für diese Fünfzehnjährige geschrieben. Vielleicht hätte es ihr gefallen.

Gerade erschienen, zum Kirchentag, zur Konfirmation oder einfach für's Leben. Hier gibt es einen Blick ins Buch.


Von großer Freiheit und kleinen Fluchten

29. März 2017: Interview im Domradio

Gestern bin ich für ein Interview nach Köln gefahren. Zum Domradio, das liegt, wie der Name schon sagt, vis-a-vis zum Kölner Dom. Die FAZ nennt  Domradio einen "kleinen, feinen und fast schon subversiven Sender". Das klingt doch vielversprechend... 

Hier ist das Ergebnis: Interview 

Und wem 57:41 Minuten zu lang sind, der kann hier meine Antworten auf den Fragebogen lesen.


Zeit zu verschenken

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Ausdrucken, Idee reinschreiben, verschenken. Frohe Weihnachten!
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Polnisch!

Huch! Damit wir klug werden auf polnisch. Lag heute in meiner Post. Und das Cover gefällt mir viel besser als bei der deutschen Variante!


Was wäre, wenn Jesus heute lebte?

Rezension zu "Große Freiheit. Die Geschichte des Wasserwandlers"

 

"Hamburg und neue Bundesländer statt Galilä, Rechtsradikale Law-and-Order-Menschen statt Pharisäer, Ottenser Cafe statt Brunnen in der Mittagshitze in Samarien, Prügelattacke von Rechtsradikalen statt Enthauptung Johannes des Täufers, ostdeutsche Platte statt See Genezareth... Dazu: Das Vater unser und die Bergpredigt frei und treffend übersetzt in unsere Sprache heute. Leichtigkeit mit Tiefgang gepaart. So klingt es, wenn eine freie Autorin und ein Pastor mit journalistischem Hintergrund gemeinsam einen Roman über das Leben von Jesus im Hier und Jetzt schreiben. Unsentimental, sprachlich gelungen, mit vielen tollen Ideen, die alten Bibelgeschichten ins Heute zu holen. (...) Ich finde: Das Buch ist gut zu lesen, es provoziert und bewegt. Ich habe es an einem Tag verschlungen. Also deutliche Emfpehlung, es für sich selbst zu kaufen. Und es ist ein tolles Geschenk für Konfirmanden, Konfirmandeneltern, suchende Geburtstagskinder, Glaubende, Pastoren mit zuviel Patina..." Löwin auf Amazon


Gar nicht trüb

Wie lang ist ewig? Geschichten über das Leben und Davongehen

Zum Hören: Schöne Buchvorstellung in der Sendung Aufgeweckt, ERF Plus. 


Fünf Fragen

Rogate Kloster in Berlin

Sieh an: In Berlin gibt es ein ökumenisches Kloster. Jede Woche werden auf der Homepage "5 Fragen" zu Gott und der Welt gestellt.

Diese Woche antworte ich: Fünf Fragen


Neues Buch, schönes Geschenk

Ja! Ein Trostbuch

Ganz frisch angekommen: Zusammen mit der Illustratorin Ariane Camus habe ich ein Trostbuch gemacht. Mit dem Thema Trost ist das ja immer so eine Sache: Oft versagen Worte, weil sie so abgenutzt klingen. Mit Bildern ist es noch schwieriger: Ein See im Nebel? Eine Hand in einer anderen?

Wir haben überlegt, was uns trösten würde und haben einen Engel herbeigeholt. Flügel hat er nicht, aber Worte. Er buchstabiert „Trost“ neu und findet vierzig Tage lang Ideen, wie man trotz allem "Ja" zum Leben sagen kann. Die sind manchmal skurril, manche erinnern an Altbewährtes und vor allem sollen sie Spaß machen. "Ja!" ist gebunden, hat 144 Seiten und kann beim österreichischen Verlag "Welt der Frau" bestellt werden.

 

Und hier gibt es einen Blick ins Buch: 


Hervorragend!

Buchempfehlung

Das „Evangelische Literaturportal e.V.“ hat in seinem neuesten Newsletter mein Buch „Soviel du brauchst“ empfohlen: „Ohne Pathos und erhobenen Zeigefinger, leicht und fröhlich macht jede einzelne Geschichte Lust auf mehr, regt zum Nachdenken und Schmunzeln an. Gerade auch durch die schöne Einbandgestaltung einladend wie zu einem Picknick… Hervorragend geeignet für Krankenhaus- und Gemeindebüchereien, zum Vorlesen, zum Alleine- oder in Gruppen zu lesen.“ Toll. Dankeschön!

http://www.eliport.de/

 


Augenblick

24 °, knallblauer Himmel. Feiner Arbeitsplatz am Morgen. Hamburg kann auch Sommer...