Täglicher Blog

Lichtblick Für euren Tag

Für die Edition Chrismon schreibe ich einen täglichen Schnipsel in Corona-Zeit: Es geht um Stubenhocker-Engel, das Meditieren der Raufasertapete und wie es ist, ein Hund zu sein. Bis jetzt. Mal gucken, wer oder was als nächstes auftaucht. Schaut vorbei: 

www.chrismonshop.de/lichtblick-blog/


Osterpostkarten Schicken!

Unsere neue Postkarte ist leider ausverkauft. Ab Ostern können wir wieder liefern.

Und eigentlich ist ja auch: täglich Ostern!

Schreib mal wieder! Das ist unsere neue Postkarte. Ostern findet ja trotzdem statt. Wo Frühstück mit allen, nächtliche Gottesdienste und gemeinsame Osterfeuer aufs nächste Jahr verlegt sind: Schickt Grüße und ein Strahlen an Oma, Anton, ferne Freunde oder den Briefkasten im Nachbarhaus. Die Postkarte könnt ihr bei edition ahoi bestellen.


Was ist gerade trotzdem gut?

habe ich im letzten newsletter gefragt. hier sind eure gedanken. Unten könnt ihr ergänzen.

Kommentare: 24
  • #24

    Brigitte Schreima (Donnerstag, 09 April 2020 09:23)

    Ostern: Eier suchen mit unserem 1 1/2 jährigen Enkel - geht nicht. Aber ... Zum Sonnenaufgang die Eier in ihrem Garten verstecken. Zum Frühstück einen Hinweiß versenden, mit der Bitte, ein kleines Video für uns zu machen.
    Für unsere Kinder gibt es eine gemalte Karte: Covid19 als Ei künstlerisch dargestellt. Dazu einen Gutschein für Kino und Babysitterdienst = Vorfreude pur. Für alle.
    Vóila: Das Leben will uns in seiner ganzen Pracht.

  • #23

    Laurenz Aselmeier (Mittwoch, 08 April 2020 19:36)

    im Wald sitzen und meditieren und dabei die Sonne spüren, die durch die noch kahlen Äste und Zweige der Bäume scheint

  • #22

    Petra Henning (Dienstag, 07 April 2020 12:49)

    Es muss natürlich
    Distanz
    heißen - konnte es nachträglich nicht mehr korrigieren!

  • #21

    Petra Henning (Dienstag, 07 April 2020 12:46)

    Dem 3jährigen Enkelkind per Sprachrecorder-App Gutenachtgeschichten aufsprechen und als mp3 für den Musik Tonie versenden!
    Nähe auf Diestanz!
    So glücklich damit :-)

  • #20

    Anke Schulte (Samstag, 04 April 2020 13:48)

    Kommunikation per Video gestalten und verbunden sein

    eine selbstgenähte Maske von der Lieblingskusine geschickt bekommen

  • #19

    Michaela (Mittwoch, 01 April 2020 20:22)

    Babysockerl gestrickt

  • #18

    Nadja (Mittwoch, 01 April 2020 16:28)

    In der Zeit der Quarantäne auf deiner Seite gelandet zu sein

  • #17

    Dorette (Freitag, 27 März 2020 12:19)

    Der Traktor zieht frische Furchen ins Feld und die Rabenschar sammelt sich voller Erwartung
    Eisiger Wind treibt Windräder an die leise Surren
    Sterne verzaubern den Nachthimmel, Lichterflut für den nächsten Tag

  • #16

    Doris (Donnerstag, 26 März 2020 19:01)

    Mein Tag ist entspannter, ruhiger. Ich kann Nachts besser schlafen. Mit meinem Mann kümmere ich mich um unsere beiden Enkelkinder (die mit uns in einem Haus leben) und deren Hund. Ich bin geduldiger und habe selbst mehr Spaß und Vergnügen!

  • #15

    Johanna (Dienstag, 24 März 2020 20:06)

    Genug Zeit für Dinge zu haben die man schon lange machen wollte wie zum Beispiel "Handlettering" lernen.

  • #14

    Judith Manok-Grundler (Dienstag, 24 März 2020 16:19)

    Das Schreiben mit fünf Freundinnen zusammen - ich schicke die Aufgaben, bekomme Antworten und schicke sie, zusammengefasst, weiter an alle.
    Für Momente, mal längere und mal kürzere, fühlt sich das "daheim sein" wie Urlaub an.
    Die Sonne, die den Tag verzaubert - auch, wenn es saukalt ist!
    Meine Wachsfarben, die auch mit Wasser vermalbar sind, und mich immer wieder neu verblüffen.
    Das entstandene Bild.
    Ein wiedergefundenes Bild.
    Und überhaupt: Ich bin gesund ...

  • #13

    Gabriele (Dienstag, 24 März 2020 14:52)

    Der "innere Schweinehund" sitzt auf dem Gepäckträger und schmunzelt.
    Ganz freiwillig bin ich aufs Fahrrad umgestiegen, um zur Arbeit zu fahren -
    und ich musste ihn für dieses Fitness-Training gar nicht runterschubsen.

  • #12

    Anke (Dienstag, 24 März 2020 11:13)

    jeden Tag auch mittags gemeinsam als Familie um den Esstisch sitzen zu können

  • #11

    Mareike (Montag, 23 März 2020 20:39)

    ungewohnte ruhe
    wohlmeinendes zulächeln
    seligmachender frieden
    in und über der stadt

  • #10

    Bea (Montag, 23 März 2020 12:24)

    Ich entschleunige mich gerade, das tut gut.

  • #9

    Katrin Düringer (Montag, 23 März 2020 11:39)

    Meine Buchhandlung versendet per Post. So geht der Lesestoff nicht aus und der Laden überlebt hoffentlich.

    Mein Mann kocht gern und backt Brot.

    Das Klavier! "Der Mond ist aufgegangen"!

  • #8

    Petra Pieper-Rudkowski (Montag, 23 März 2020 08:30)

    Ein gemeinsames Frühstück genießen, in den Garten gucken und die ersten blühenden Tulpen sehen. Und dann ist noch die Papier-Müllabfuhr pünktlich hinter der Gartenpforte aktiv. Ein fast normaler Montagmorgen!!

  • #7

    Silke (Sonntag, 22 März 2020 22:28)

    Blauer Himmel ohne Kondensstreifen!

  • #6

    Karin (Sonntag, 22 März 2020 15:16)

    Die Magnolien blühen (drei Wochen zu früh, aber für mich genau richtig).
    Kräuterquark mit frischem Bärlauch essen.
    Noch zur Arbeit fahren zu dürfen.

  • #5

    Gabi (Sonntag, 22 März 2020 11:52)

    Singen allein tut gut und nimmt alle Stimmungen auf.
    Zeit einen Kuchen zu backen.
    Eine Hoffnungsliste anlegen und einfach sammeln, was kommt, fern von jedem to do.

  • #4

    Theresa (Sonntag, 22 März 2020 11:01)

    Seifenblasen, die vor dem Fenster vorbeifliegen
    Internet und Telefon, um in Kontakt zu bleiben
    Gottesdienst im Radio
    Endlich mal wieder Gitarre spielen
    Mittagsschlaf (dank Homeoffice auch an Arbeitstagen)

  • #3

    Barbara (Samstag, 21 März 2020 19:35)

    Vom Fenster aus mit Nachbarn zu reden, mit denen ich noch nie geredet habe .
    Menschen, die da sind und bleiben.
    Zeit, Neues zu lernen.
    Zeit, Dinge gründlicher zu machen.
    Ein Garten hinter dem Haus!
    Betreuungskinder, die im Schulgarten mit gebührendem Abstand singen beim Unkrautjäten: "Ich lieb den Frühling..."
    buntes Papier zuhause
    ein Stapel ungelesener Bücher
    Vertrauen üben

  • #2

    Andreas Bielefeldt (Samstag, 21 März 2020 19:12)

    Das zuversichtliche Winken der Müllmänner am frühen Morgen

  • #1

    Klaus (Samstag, 21 März 2020 17:34)

    Abendessen mit einem Glas Weißwein


Wasserstand

 

 

Bei mir sieht es so aus: Ich wache auf und überlege kurz, ob ich alles nur geträumt habe. Ich widerstehe, mir die Augen zu reiben, weil ich mir ja abgewöhnen will, ins Gesicht zu fassen. Dann beginnt der Tag, der für mich gar nicht so anders aussieht als sonst. Außer, dass ich jetzt gerade auf Lesereise wäre. So schreibe ich also auf Vorrat, Wörter gibt es genug, die braucht man nicht zu hamstern. Von Facebook halte ich mich fern, um weder von Bibelsprüchen noch von Weltuntergangsszenarien erschlagen zu werden. Die Tagesthemen gegen 22.30 Uhr sind mein Amen zur Nacht. 

 

 

Mein 7-Punkte-Plan:

 

1. Es ist, wie es ist. Ich mache das Beste draus. 

2. Angst vor der Zukunft verändert die Zukunft nicht. Aber sie verändert mich. Singen, jonglieren, Grießkuchen backen, Kopfstand üben,

     lachen, Briefe schreiben, in den Himmel schauen hilft.

3. Drei Sachen, die trotzdem gut sind, finden sich jeden Tag. Wetten?

4. Ich bleibe neugierig. Was tun Hamster, wenn die Räder stillstehen?

      Und was tue ich?

5. Dank an alle Pfleger, Busfahrerinnen, Kassierer, Ärztinnen, Politiker, Müllfahrer, Forscherinnen, Pizza-Lieferanten, 

     Zuversichtspenderinnen, An-andere-Denker. Menschen.

6. Ich denke an Oma, die immer ein Regal eingeweckter Kirschen im Keller hatte, aber keinen Schrank voll Klopapier.

7. #daslesengehtweiter


Wohnzimmerlesung

Statt Lesereise


Gewonnen!

Scandinavian Travel Award

Wie schön! Meine Schreibreise Pippilottaprinzip hat den 1. Platz beim Scandinavian Travel Award gewonnen. Ich bin ja sowieso Fan - aber jetzt ist es auch noch offiziell toll! Im August geht es das nächste Mal mit Rucksack Reisen nach Schweden. (Schaut hier.) Ich freue mich auf jetzt schon auf Pfannkuchen & phantastische Texte am Lagerfeuer!

"Die Jury überzeugte, dass es sich nicht nur um eine reine Outdoor-Reise handelt, sondern dass durch die Schreibkomponente eine ganz andere, nachhaltige Herangehensweise an Land und Natur gewählt wurde. " 

 


#saytheirnames

In meinem Viertel gibt es ein Shisha-Café. Oft steht die Tür offen, und der Duft der Pfeifen zieht über die Straße. Ich mag das. Drinnen war ich noch nie, aber ich war auch noch nie in der Marktschänke, im Tatort-Café oder im Schweinske. Trotzdem bin ich froh, dass es all diese Läden gibt. Sie machen meinen Stadtteil bunt. Ich brauche nicht lauter Klone meiner eigenen Person, um mich wohl zu fühlen. Wie langweilig wäre das denn? 

Wenn dann ein Politiker der AFD sagt, Shisha-Bars seien Orte, die vielen missfallen, ihm übrigens auch, und dass so eine permanente Störung eben zum Erschießen von 9 Menschen beitragen könne*, dann bin ich fassungslos. Was stört ihn denn als nächstes? Betende Katholiken? Räucherstäbchenläden? Schwarz-gefleckte Kühe? Menschen aus Oberbayern, weil man die sowieso nie versteht? 

Ich finde es fürchterlich, dass in unserem Land Menschen Angst haben müssen, weil sie ausländisch aussehen. Das schreibe ich nicht, weil ich glaube, euch bekehren zu müssen. Im Gegenteil. Ich glaube, es ist wichtig, voneinander zu wissen: Wir sind viele, die lieben wollen, nicht hassen. Zusammen sind wir ein Netz.

Für die getöteten Menschen in Hanau hat das Netz nicht gehalten. 

* Zitat: Rainer Rahn in der FAZ, 21.02.2020


Wohnzimmerkirche 2020. Die nächsten Termine

Einmal im Monat räumen wir* freitagabends Bänke raus und Sessel rein. Wir füllen den Fragomat mit großen Fragen und diskutieren bei Brause und Bier. Wir singen Lieder, die unser Herz berühren, essen zusammen, und probieren aus, wie Gebete klingen können ohne peinlich zu sein.  Wir reden, lachen, träumen. Kommt und macht mit! 

Nächstes Mal: Liebe. Unzähmbar. 

Endlich ein Grund, sich auf den Valentinstag zu freuen. Egal, ob verliebt, enttäuscht, zufrieden, verlassen, beglückt, verzückt...

Am 14. Februar, um 20.30 Uhr in der Christianskirche Hamburg-Ottensen

*Wir, das sind: David Barth, Emilia Handke, Jan Kessler, Matthias Lemme und ich. Wir kommen aus unterschiedlichen Ecken der Kirche und freuen uns, wenn ihr dabei seid, Freunde mitbringt und Lust auf ein Experiment!


Bestseller :-)

Juchu - "Jesus klingelt" ist auf der Bestsellerliste des Börsenblatts.

 

Bloggerin Susanne Niemeyer (freudenwort.de) beginnt mit "Jesus klingelt" (Herder) auf Rang 22. Die 24 "neuen Weihnachtsgeschichten" sollen durch die Adventszeit begleiten. Die Illustrationen steuert die Autorin selbst bei. Die gebundene Ausgabe des Buches war 2014 im Kreuz Verlag erschienen. 

 

Wenn Ihr alle schnell noch eins oder zwei oder fünf als Weihnachtsgeschenk kauft, bleibt es da vielleicht noch eine weitere Woche...


Adventskalender "Stille Post"

Tadaa - zum zweiten Mal gibt es unseren Adventskalender Stille Post. Letztes Jahr war er blitzschnell ausverkauft, diesmal haben wir mehr gedruckt. Wir suchen das Wunder, hängen einen Stern an den Fahrradlenker und brechen auf. Wir erzählen euch 24 kleine Geschichten, Texte und Gedichte: Vom weisen König, der träge geworden ist,  von Tagträumen und Prophezeiungen oder von den rührenden Geschenk-Verpackungs-Versuchen der Männer. Außerdem gibt es jeden Tag eine Postkarte. So könnt ihr spontane

(Vor-)Weihnachtspost verschicken und den Advent mit fernen oder nahen Freunden teilen. Verheißungen im Wintergrau.

Ihr bekommt Stille Post im Chrismon-Shop oder in jeder schnuckeligen Buchhandlung.

 


  *  Der Nussknacker begleitet Matthias schon seit Kindertagen. Ich warte Jahr für Jahr auf Drei Nüsse für Aschenbrödel. Zusammen haben wir Stille Post geschrieben und überlegt, geträumt, diskutiert, was uns selbst im Advent wichtig ist. Dabei haben wir 23 Kannen Kaffee und vier Flaschen Rotwein geleert (Schätzwerte). Nüsse gab es keine. 


Maria

Wie wir uns Maria vorstellen? Beweglich. Wer unter den erzählten Umständen ein Kind bekommt, muss Pläne ändern und es mit dem Leben aufnehmen. Was im Übrigen ja nicht nur im Dezember ein gutes Konzept ist. Deshalb haben mein Kollege Andreas Kasparek und ich Maria auf ein Fahrrad gesetzt, weil Esel selten geworden sind und ein Drahtesel die moderne Version ist.

Maria gehört zu "Unserer kleinen Krippe", ist tiefrot, etwa 10 cm groß und kommt mit einer schönen Klappkarte zu euch (die es übrigens auch einzeln gibt.) Zum Aufhängen am Fenster, Weihnachtsbaum, Lampenschirm oder wo auch immer.

Für alle, die Maria verschenken wollen, gibt es ab 10 Exemplaren Staffelpreise. Zu bestellen bei edition ahoi.


Lesungen

Ich lese aus meinem neuen Buch.

Wenn Ihr  in der Nähe seid, kommt doch vorbei:

 

25. Oktober, Klosterkirche Frededsloh, 18.30

30. Oktober, Lüneburg, Kloster Lüne, ab 18 Uhr. WandelNacht mit Wortcollage (keine Lesung, sondern zum Mitmachen)

7. November, Hamburg-Heimfeld, 19.00 Uhr

21. November, Nusse, 19 Uhr

28. November, Meschede, Alte Synagoge, 19.30 Uhr

 

Einen Blick ins Buch gibt es hier.

Herzlich willkommen!

 

 


Jahreslosung 2020

Ich finde, mutig zu glauben und mutig zu zweifeln ergibt eine ziemlich gute Balance. Insofern mag ich die Jahreslosung 2020 sehr.

Weil doch die wenigstens Dinge im Leben klar sind. Weil ich selten sicher bin. Weil möglicherweise genau das spannend ist. 

Dies ist unsere Karte dazu. Ihr findet sie hier: www.editionahoi.de


Briefe & Zitronenscheiben

In Mecklenburg habe nachts zu einer Ukulele gesungen und mich morgens von den Vögeln wecken lassen. Einmal stand ein nackter Angler in einem roten Boot und ich dachte, dass es sich immer lohnt, mehr zu lieben. 

In den Kalkalpen hat mich ein österreichischer Taxifahrer gefragt, ob ich aus Hannover komme, weil ich so schönes Deutsch spreche. Bei Regen habe ich einen Brief geschrieben und nicht abgeschickt, aber trotzdem gedacht: Man sollte wieder mehr Briefe schreiben. 

Auf Mallorca habe ich eine fliegende Kuh gesehen, Zitronenscheiben ins Wasser gelegt, in einem Stoppelfeld gesessen und andere Menschen getroffen, die auch Fragen lieben. 

Überall hat sich der Himmel erlaubt, mehr Raum einzunehmen, und ich habe ihn nicht gebremst. 


Grüße aus dem Sommer!

Alle Reisen ausgebucht

Jetzt wollte ich eigentlich noch ein bisschen werben fürs Schreiben in Schweden (und Österreich und im Münsterland), aber zu spät. Wir sind vollzählig. Die Elche müssen ohne euch klar kommen, und die Mücken erst recht. (Wobei, ganz ehrlich: Die sind im Spätsommer schon so sattgefressen, dass sie selber Urlaub machen. Auf den Kanaren, oder wohin man als Mücke so fliegt.) Nächstes Jahr gibt es wieder ein Pippilottaprinzip und über Silvester ja sowieso (auch da: keine Mücken!). 

Und auch sonst biete ich 2020 wieder schöne Seminare an: Ganz neu dabei ist der Chiemgau. Dort sitzen wir auf einem Berg und schauen ins Tal, ich finde, das klingt sehr urig. Außerdem ist Weitblick fürs Kreativsein ja immer gut. Im Benediktshof probieren wir aus, wie man Tagebuchschreiben und sich dabei auch noch selbst unterhalten kann. (Bloß keine Erbsenzählchronik!) Außerdem denke ich mit einem Freund über ein Ost/West-Schreiben nach. "Wind Ost-West, Startbahn Null drei" oder so. Wir (geboren in Halle/Saale und Irgendwo bei Hannover) finden es spannend, zusammen mit anderen auf biografische Spurensuche zu gehen, aus Geschichte Geschichten zu machen und sie zu teilen. Mehr dazu bald. Aber erstmal: Weite und wilde Sommertage für alle!


Schreiben in Schweden

Zimtkringel, Elchspuren und eine liebevoll restaurierte Schule

 

In Schweden schmecken die Wörter nach Blaubeeren. Kommt doch mit:


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Schreibtisch kurz vor der Mittagspause. 

Nicht im Bild: Ich, im Collagenfieber.


Huch!

Stille Post (fast) ausverkauft

...da liegt er noch: Stille Post. Der Adventskalender zum Ankommen. Im Chrismon Shop ist er leider schon ausverkauft. Die restlichen Exemplare liegen in Buchhandlungen, beim Großhändler und auch noch bei Amazon. Nächstes Jahr werden mehr gedruckt!

Wir freuen uns total. Auch, weil wir den Kalender selber so schön finden: Allein schon die kupferfarbene Spirale lieben wir. Die Bilder haben wir zum Teil in unserem Viertel aufgenommen, letztes Jahr im Advent. In den Texten schreiben Matthias Lemme und ich von Adventssehnsucht, Wartezeiten und Frauen- und Männervorstellungen erzählen. Und dann gibt es noch eine Postkarte dazu. Ebenfalls für jeden Tag. Ohne Text, zum Selberschreiben, für Adventsgrüße, Friedensbotschaften, heimliche Wünsche. Für beste Freunde, entfernte Verwandte oder einfach Menschen mit leeren Briefkästen. Eine Leseprobe gibt es hier: Stille Post. Der Adventskalender zum Ankommen.

Vom Heiligen im unheiligen

Das Pippilottaprinzip im Deutschlandfunk

Pippis Mutter ist tot, der Vater auf und davon. Die Welt ist nicht heil bei Astrid Lindgren. Aber ihre Geschichten heilen. Es sind Rettungsgeschichten, Alltagsauferstehungen: „Ich will für Leser schreiben, die noch Wunder erfinden können.“ Wie wird Unheiliges heil? Und wie aus der Wunde das Wunder?

 

Sonntagmorgen, 30. September, 8.35 Uhr auf Deutschlandfunk.

Zusammen mit der Ausstrahlung gibt es den Text zum Nachlesen und als Audio zum Nachhören.

Das Pippilottaprinzip im DLF


Sommerschreiben

Kalkalpen: Schön war's!

Pilgerschreiben im Regen: macht glücklich. Kaiserschmarrn auch. Eselrufe. Neugierig sein. Frühstück mit Aussicht. Lachen. Mehr Lachen. Zirbenschnaps probieren. Über Europa diskutieren. In einen Bergsee springen. Buchstaben mischen. Geschichten erfinden. Süchtig werden nach Stempeln. Jause. Das Leben der anderen entdecken. Abendessen bei Alpenglühen. Anfängerin sein. Wiederkommen 2019.


Kaffeetrinken mit der Angst

Zum Hören

VERLÄNGERT: Vom 13.-17.8. gibt es nochmal eine Best-off-Reihe. Wegen der vielen positiven Rückmeldungen. Dankeschön :-)

 

Ab Montag (23. Juli) morgens im ERF: Jeden Tag eine Geschichte.

Gelesen nicht von mir, sondern von Ute Heuser-Ludwig. Eine Kostprobe schon mal hier. Viel Spaß beim Reinhören!

Aufgeweckt! Das Morgenmagazin

 


100 Wege, Gott zu finden

Neue Klappkarte zur Konfirmation

In der Edition Ahoi gebe ich zusammen mit Andreas Kasparek Postkarten heraus. Irgendwas ist ja immer... zum Beispiel Konfirmation. (Klar, wir haben auch an die Version "Firmung" gedacht.)

Hier kann man sie bestellen: www.editionahoi.de


Bisschen Bestseller

Mut ist Kaffeetrinken mit der Angst

Überraschung: "Mut ist Kaffeetrinken mit der Angst" ist bei Amazon Nummer 1 im Bereich Christliche Meditation und Spiritualität. Und noch mehr freue ich mich über einen Platz auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Okay, Nummer 47. Der Nobelpreis ist das noch nicht ganz... Aber ich find's super!


Vorgelesen

Jesus klingelt jetzt als Hörbuch

Das eigene Buch vorzulesen, war spannend. Auf einmal hörte sich die Worte ganz anders an. Ich saß in einem kleinen Glaskasten und ein strenger Tontechniker mahnte, wenn meine Stimme klackerte. Bis dahin wusste ich nicht, dass sie das tut. Aber er beruhigte mich. "Kann man alles rausmischen." 

Herausgekommen ist eine CD mit meinen 12 Lieblingsgeschichten. Erschienen bei Herder. Eine Hörprobe gibt es hier: Herr Wohllieb wartet auf ein Zeichen.


Herr Luther und ich

So war das am 500sten Reformationstag...

Ich will das mit der Reformation, ehrlich. Aber ich habe genug von Luthersocken, Lutherbier und Luthernudeln. Ein Playmobil-Martin ist ja ganz witzig, aber mein Erwachsenen-Ich befriedigt er nicht.

Und dann komme ich in die Kirche und die Bänke sind umgedreht. Eine Wendung um 90 Grad. Ich sehe nicht die Rücken der Vordermenschen sondern ihre Gesichter. Zwischen den Bänken Tische und weiße Tischdecken. Das hier wird ein Fest. Nicht nur ein Symbolisches. Die Suppe ist keine Deko, sondern sie macht satt. Wasser und Wein stehen bereit. Obwohl immer mehr Menschen kommen, taucht überall noch was zu essen auf. Ein Apfelkuchen, Brot, Kräuterbutter. Luther steht vorne und guckt zu. Ich glaube, er ist froh, keine Festtagsreden zu hören, und ich bin es auch.

Als ich 12 war, ging ich zum Konfirmandenunterricht, weil alle dahin gingen und es außerdem die Aussicht auf eine Stereoanlage gab. Ich saß 2 Jahre in einer Bank, schwänzte so oft es ging und versuchte, Paulus und Martin Luther auswendig zu lernen. Das war sehr mühsam. In der letzten Konfirmandenstunde durften wir dann Fragen stellen. Ich fragte, was das alles mit meinem Leben zu tun hat. Der Pastor nickte und nahm den nächsten dran. Eine Antwort hatte er nicht. Da dachte ich: jetzt erst Recht. Jetzt will ich es wissen. Und ich begann eine Reise durch muffige Jugendkeller, ich traf in Zungen redende Charismatiker,  feierte auf Kirchentagen – und auch mal auf einen Katholikentag. Ich hörte die Verbote der Strenggläubigen, ich las schulddurchtränkte Schriften, bei denen es einem ganz blümerant wurde. Ich meditierte in Klöstern und ging den Jakobsweg. Überall hielt ich Augen und Herz offen, ob ich Gott wohl finde, und manchmal schien er tatsächlich irgendwo dazwischen zu sein. Sicher war ich nie. Wenn ich meinte: Jetzt hab ich ihn, war er wieder weg. Immer, wenn mein Glaube zu eindimensional wurde, führte er in Abgründe und in Sackgassen.

Daran denke ich jetzt. Während ich hier sitze und die Kerzen flackern und Igor von der Freiheit singt, die auf Gräbern tanzt.

Wenn Reformation heißt, immer wieder zu prüfen, wofür das innere Feuer brennt.

Dann will ich eine Kirche, in die mein Leben passt. Egal, wie es aussieht. Ich will eine Kirche, die keine Helden braucht, eine Kirche, in der nicht nur für Sonntagsgeschichten Platz ist. Ich will Lieder, die meine Sehnsucht wecken, ich will Psalter und Harfe und Leonard Cohen. Ich will gemeinsam lachen über die Angst, etwas könnte peinlich sein: Stümperhaft zu beten. Nicht fromm genug oder zu fromm zu sein. Auch nicht zu wissen. Ich will glauben: Gott ist da. Wenn wir die Suppe teilen. Unfertige Gedanken twittern. Wenn die Kinder krakeelen, wenn sich der Mann in der linken Bank verloren fühlt, wenn sich Frau Kleingarten über die lauten Bläser ärgert, während ihre Nachbarin mitswingt.

Ich will glauben, dass Kirche der Ort ist, wo wir keinen Schein aufrecht halten müssen. Wo wir ausprobieren, barmherzig zu sein, mit anderen und mit uns selbst. Ich will glauben, dass Kirche der Ort ist, wo wir lachen können über uns sonderbare, wunderbare Menschen und unser Bemühen um einen Gott, der auch in keine Schublade passt. Ich will es mir ins Herz schreiben und wieder und wieder lesen, damit es niemand vergisst: Es ist gut, wie du bist. Es reicht.

Ach, denke ich am Ende dieses Abends. Manchmal sind wir ganz schön nah dran.


Als ich fünfzehn war...

Siehst du mich? Das andere Jugendgebetbuch

Als ich fünfzehn war, hat sich Gott den Bart abgeschnitten. Jesus kam in Chucks daher und statt Orgel sehnte ich mich nach E-Piano. Ich las den "Steppenwolf" und hätte es damals schon "Tschick" gegeben, hätte ich es wohl verschlungen. Ich war auf der Suche. Ich wollte wissen, was zählt und ich wollte ein echtes Gegenüber für meine Sehnsucht, die so unbestimmt war wie drängend. Vor allem wollte ich selber denken. Dabei hatte ich - wie wahrscheinlich alle Fünfzehnjährigen - ein ziemlich feines Gespür für Blabla-Texte, die ich konsequent zur Seite legte. 

 

"Siehst du mich" habe ich für diese Fünfzehnjährige geschrieben. Vielleicht hätte es ihr gefallen.

Gerade erschienen, zum Kirchentag, zur Konfirmation oder einfach für's Leben. Hier gibt es einen Blick ins Buch.


Von großer Freiheit und kleinen Fluchten

29. März 2017: Interview im Domradio

Gestern bin ich für ein Interview nach Köln gefahren. Zum Domradio, das liegt, wie der Name schon sagt, vis-a-vis zum Kölner Dom. Die FAZ nennt  Domradio einen "kleinen, feinen und fast schon subversiven Sender". Das klingt doch vielversprechend... 

Hier ist das Ergebnis: Interview 

Und wem 57:41 Minuten zu lang sind, der kann hier meine Antworten auf den Fragebogen lesen.


Zeit zu verschenken

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Ausdrucken, Idee reinschreiben, verschenken. Frohe Weihnachten!
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Polnisch!

Huch! Damit wir klug werden auf polnisch. Lag heute in meiner Post. Und das Cover gefällt mir viel besser als bei der deutschen Variante!


Ist das Poesie?

... das ist Poesie!

Ich komme gerade aus dem Benediktshof zurück. Sowas entsteht, wenn nichts entstehen braucht. Und Stempel da sind plus viel weißes Papier plus ein paar Zimtkekse. Die Inspiration übernimmt das Ruder und... sieh da! Es hat großen Spaß gemacht :-)


Was wäre, wenn Jesus heute lebte?

Rezension zu "Große Freiheit. Die Geschichte des Wasserwandlers"

 

"Hamburg und neue Bundesländer statt Galilä, Rechtsradikale Law-and-Order-Menschen statt Pharisäer, Ottenser Cafe statt Brunnen in der Mittagshitze in Samarien, Prügelattacke von Rechtsradikalen statt Enthauptung Johannes des Täufers, ostdeutsche Platte statt See Genezareth... Dazu: Das Vater unser und die Bergpredigt frei und treffend übersetzt in unsere Sprache heute. Leichtigkeit mit Tiefgang gepaart. So klingt es, wenn eine freie Autorin und ein Pastor mit journalistischem Hintergrund gemeinsam einen Roman über das Leben von Jesus im Hier und Jetzt schreiben. Unsentimental, sprachlich gelungen, mit vielen tollen Ideen, die alten Bibelgeschichten ins Heute zu holen. (...) Ich finde: Das Buch ist gut zu lesen, es provoziert und bewegt. Ich habe es an einem Tag verschlungen. Also deutliche Emfpehlung, es für sich selbst zu kaufen. Und es ist ein tolles Geschenk für Konfirmanden, Konfirmandeneltern, suchende Geburtstagskinder, Glaubende, Pastoren mit zuviel Patina..." Löwin auf Amazon


Gar nicht trüb

Wie lang ist ewig? Geschichten über das Leben und Davongehen

Zum Hören: Schöne Buchvorstellung in der Sendung Aufgeweckt, ERF Plus. 


Fünf Fragen

Rogate Kloster in Berlin

Sieh an: In Berlin gibt es ein ökumenisches Kloster. Jede Woche werden auf der Homepage "5 Fragen" zu Gott und der Welt gestellt.

Diese Woche antworte ich: Fünf Fragen


Neues Buch, schönes Geschenk

Ja! Ein Trostbuch

Ganz frisch angekommen: Zusammen mit der Illustratorin Ariane Camus habe ich ein Trostbuch gemacht. Mit dem Thema Trost ist das ja immer so eine Sache: Oft versagen Worte, weil sie so abgenutzt klingen. Mit Bildern ist es noch schwieriger: Ein See im Nebel? Eine Hand in einer anderen?

Wir haben überlegt, was uns trösten würde und haben einen Engel herbeigeholt. Flügel hat er nicht, aber Worte. Er buchstabiert „Trost“ neu und findet vierzig Tage lang Ideen, wie man trotz allem "Ja" zum Leben sagen kann. Die sind manchmal skurril, manche erinnern an Altbewährtes und vor allem sollen sie Spaß machen. "Ja!" ist gebunden, hat 144 Seiten und kann beim österreichischen Verlag "Welt der Frau" bestellt werden.

 

Und hier gibt es einen Blick ins Buch: 


Hervorragend!

Buchempfehlung

Das „Evangelische Literaturportal e.V.“ hat in seinem neuesten Newsletter mein Buch „Soviel du brauchst“ empfohlen: „Ohne Pathos und erhobenen Zeigefinger, leicht und fröhlich macht jede einzelne Geschichte Lust auf mehr, regt zum Nachdenken und Schmunzeln an. Gerade auch durch die schöne Einbandgestaltung einladend wie zu einem Picknick… Hervorragend geeignet für Krankenhaus- und Gemeindebüchereien, zum Vorlesen, zum Alleine- oder in Gruppen zu lesen.“ Toll. Dankeschön!

http://www.eliport.de/

 


Augenblick

24 °, knallblauer Himmel. Feiner Arbeitsplatz am Morgen. Hamburg kann auch Sommer...